Eidgenössisches Jodlerfest Luzern

Bereits die Vorfreude auf das "Eidgenössische" war allenthalben zu spüren. Das Wochenende vom 29. Juni übertraf die Erwartungen - es war ein Fest der Publikumsrekorde. Für uns stand aber wie immer der Wettbewerb und das Fest im Vordergrund. Und beides konnten wir "erfolgreich" bewältigen und erleben:

Wettbewerb

Der Höhepunkt unseres Wettbewerbs war einmal mehr der eindrückliche Auftritt mit dem Quartett. Das Wetter war heiss, die Zuschauer gespannt und wir - zugegebenermassen - ein wenig nervös. Das Stück "s'Kunststückli" gelang uns super, der Klang füllte die schon fast andächtige Ruhe auf dem Alphornplatz Säli. Entsprechend waren auch die Reaktionen der Zuhörer und das Verdikt der Jury: "sehr gut".

Am Samstag in der Früh eröffnete die Alphorngruppe Rigi-Mythen die Wettvorträge. Obwohl es noch nicht so viele Zuhörer hatte, waren diejenigen, die da waren sehr zufrieden: "sehr gut". Auch das Alphornduo Flavian und Ramon brachte seinen Vortrag rund und musikalisch über die Bühne: ebenfalls "sehr gut".

Schön dekorierter Alphornplatz (Bild: Flavian Imlig)

Der grosse Star dieser eidgenössischen Alphornwettvorträge war aber ein anderer - der Alphornplatz Säli, wunderbar eingerichtet von der Alphornvereinigung Küssnacht. Die Highlights waren natürlich das Kaninchen-Gehege und der Holzbrunnen, aber auch alles Drumherum stimmte einfach und sowohl Zuschauer wie Aktive konnten sich willkommen fühlen. Wir bedanken uns recht herzlich für die geleistete Arbeit bei den Küssnachtern.

Fest

Alphorngruppe Rigi-Mythen beim Wettvortrag (Bild: Flavian Imlig)

Bereits am Freitag, wo wir noch nicht so stark festen durften (Auftritt am Samstag Morgen), zeichnete sich die grosse Menschenmasse in Luzern ab. Es waren überall viele Leute unterwegs, und die meisten trafen sich zum Feuerwerk ums Seebecken. Am Samstag ging dann die richtig grosse Party richtig los. Tausende Aktive und Besucher strömten durch Luzern, ja nahmen die Stadt regelrecht ein. Der Abend wurde dann zu einem gigantischen Volksfest. Unter den vielen Leuten waren nämlich auch sehr viele Jodler und Alphornbläser, die mit spontanen musikalischen Einlagen nicht sparten. Auch die Alphorngruppe Rigi-Mythen stürzte sich nach Abschluss der Alphornwettvorträge ins Getümmel. Teilweise war es schwierig, überhaupt Platz für die Alphörner zu finden.

Ein leerer Tisch zum Abendessen war sowieso nirgends zu finden, weshalb wir in die etwas ruhigere Altstadt wechselten. Ein Schild "Terasse offen" wies uns in einen schönen Innenhof mit einer kleinen aber feinen Pizzeria. Da die regulären Tische alle besetzt waren, stellten wir - nach kurzer Überzeugungsarbeit von Armin - selbst einen Festbank in die Gasse. Spätestens als dann der Jodlerclub Schwyz dasselbe mit fünf weiteren Tischen tat, war das Personal kurzfristig ziemlich überfordert. Sie meisterten den unerwarteten, überfallartigen Besucheransturm aber souverän und waren sich auch nicht zu schade, ein wenig zu improvisieren. Es wurde ein tolles Abendessen.

Die selbstaufgestellte Festgarnitur in der Altstadt sollte dann für lange Zeit unsere einzige Sitzgelegenheit bleiben. Bei unserem Spaziergang durch die Menschenmassen vom Schwanenplatz in Richtung Casino fanden wir nirgends mehr einen Sitzplatz, dafür umso mehr begeisterte Zuhörer und Zuhörerinnen unserer Alphornklänge und konnten sogar einem Heiratswilligen den Polterabend mitgestalten. Als sich lange nach Mitternacht die Reihen etwas lichteten bekamen wir endlich das ersehnte Kaffee-Zwetschgen. Erst viel später und kurz vor dem Heimweg kamen wir dann noch zu einem Auftritt unter dem weltberühmten KKL-Dach.

Alphornquartett auf der Luzerner Seebrücke (Bild: Flavian Imlig)

Den Sonntag liessen wir mit Frühstück, kurzer Schifffahrt und dem Festbankett ruhig angehen. Entlang der Umzugsroute konnten wir - das Alphornquartett Imlig - den wiederum zahlreichen Besuchern die Wartezeit auf den verspäteten Umzug ein bisschen erleichtern. Insgesamt sahen wir dann vom eigentlichen Umzug nicht mehr so viel und waren schliesslich froh, nach einem tollen Wochenende die Heimreise bequem im Zug absolvieren zu können.

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