Klangvolles Podium

Beethoven Sextett mit Jakob Hefti (Bild: Flavian Imlig)

Schon das Programm des Podiums der Hornklasse von Jakob Hefti machte aufmerksam. Darauf standen nämlich nicht Solowerke mit Klavierbegleitung wie allgemein üblich. Nein, die zahlreichen Zuhörer konnten sich auf eine gute Stunde reichhaltige Kammermusik freuen.

Der Reigen wurde eröffnet mit dem wohl schönsten Werk für Hornsolisten von W.A. Mozart. Im Hornquintett präsentierten sich Ramon und seine vier Begleiterinnen Salome Zimmermann, Sania Helbig, Angelika Büeler und Alexandra Schweighofer als sehr aufmerksames Ensemble. Die einzelnen Stimmen griffen in den schnellen Sätzen exakt und mit viel Spielfreude ineinander. Der ruhigere zweite Satz bot den Zuhörern Gelegenheit, die doch etwas ungewöhliche Klangmischung dieses Ensembles mit Horn, Violine, zwei Violas und Cello auf sich wirken zu lassen.

Romantisch ging es weiter mit dem Horntrio op.40 von Johannes Brahms. Auch hier zeigten Brigitte Halter, Horn, Jonathan Stich, Violine und Samuel Gerber, Klavier die wunderbaren klanglichen Nuancen dieser ebenfalls selten gehörten Besetzung.

Im Sextett op.81b für zwei Hörner, zwei Violinen, Viola und Cello liess Jakob Hefti es sich nicht nehmen, auch in letzten Podium seiner Studenten selbst mitzumusizieren. Und das Streicherinnen-Ensemble präsentierte sich wiederum äusserst souverän und ergänzte die beiden Hornisten gekonnt. Sowohl die vielen virtuosen als auch die ruhigeren Momente wurden mit viel Engagement vorgetragen.

Als Abschluss und von den Zuhörern mit viel Applaus geforderte Dreingabe spielten Jakob Hefti, Brigitte Halter und Ramon Imlig drei Horntrios von Reicha. Auch hier kamen auf den dafür eingesetzten Naturhörnern ein letztes Mal Klangfarben zum Vorschein, die man nicht so selten hört.

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